REWE Green Farming

Oben Dachfarm, unten Markt

Green Farming-Markt von außen bei Dämmerung

REWE Green Farming, die Märkte der Zukunft, sind vor allem eins: nachhaltig. Sie schonen Ressourcen – im Bau wie im Betrieb. Und sie gehen noch einen Schritt weiter: Lebensmittel werden hier nicht nur verkauft, sondern auch ressourcenschonend angebaut. Eine Dachfarm ermöglicht die Aufzucht von Gemüse oder Kräutern, das unmittelbar im Markt und in der Umgebung vertrieben wird. Das bedeutet kurze Transportwege, weniger Verpackung und besonders frische Produkte. Unseren ersten Green Farming Markt haben wir 2021 in Wiesbaden-Erbenheim eröffnet – und nachhaltigem Einkaufen damit eine neue Form gegeben. Im Berliner Süden entsteht aktuell der zweite Green Farming Markt Deutschlands. Ab Mitte 2026 wird hier Salat auf dem Dach wachsen.

REWE Green Farming, ein gemeinsam mit dem Architekturbüro ACME entwickeltes Konzept, ist eine Weiterentwicklung des REWE Green Building-Konzepts. Diese grünen Märkte schonen Ressourcen, nutzen Holz als Baumaterial und setzen auf Tageslicht-Architektur. So auch die REWE Green Farming Märkte.

Grün gedacht – vom Baukonzept bis zur Energietechnik

Der Berliner Markt etwa hat eine große Fensterfront und ein umlaufendes Fensterband. So kommt von morgens bis abends natürliches Licht hinein. Dadurch braucht er noch weniger Kunstlicht als die grünen Märkte der ersten Generation.  

Green Building der nächsten Generation: Das REWE Green Farming Berlin soll im Frühjahr 2026 eröffnen (Visualisierung: acme).

Zudem wird der Markt weitgehend aus Holz errichtet – und zwar dreieinhalb Mal so viel Holz wie in den bisher gängigen REWE Green Buildings. Der Bedarf an Beton kann damit um etwa 25 Prozent gesenkt werden. Zudem ist Holz das einzige Baumaterial mit positiver Ökobilanz. Es speichert große Mengen CO₂ und trägt so aktiv zum Klimaschutz bei. Prägend für das innovative Baukonzept der Green Farming Märkte sind die markanten Holzstützen, die Markt und Dachfarm tragen. Im Hauptstadt-Markt reihen sich 72 Stützen in einem Abstand von acht Metern aneinander und schaffen in dem 2.150 m² großen Supermarkt bei einer Deckenhöhe von sieben Metern eine natürliche, luftige Atmosphäre. Alle Elemente des Holztragwerks wurden vor Ort mit Schraubverbindungen montiert – ganz ohne dauerhafte Leim- oder Klebeverbindungen.

Architektur und Energie bilden bei den Green Farming Märkten eine Einheit. Deshalb läuft der Markt nicht nur mit 100 Prozent Grünstrom, sondern spart dank intelligenter Technik – LED-Beleuchtung, modernste Haustechnik und Abwärme aus der Kühlung – zusätzlich Energie.

Und auch die Außenflächen sind nachhaltig angelegt: Durch ein neues Parkplatzlayout wurden versiegelte Flächen reduziert sowie versickerungsfähige Untergründe geschaffen. Mit mehr Grünflächen entsteht für Insekten zusätzlicher Lebensraum.

REWE Supermarkt mit viel Holzelementen frontal
Mehr als 1.800 Kubikmeter heimisches Holz kommen im REWE Green Farming Berlin zum Einsatz (Visualisierung: acme).
REWE Supermarkt von innen mit vielen Holzelementen
72 Stützen mit Kapitellen aus gestapelten Hölzern formen eine Gewölbestruktur im Inneren (Visualisierung: acme).

Frische, die über dem Kopf wächst 

Das Herzstück von REWE Green Farming: die Dachfarm. Das Berliner Unternehmen ECF Farmsystems wird im Hauptstadt-Markt etwa jährlich bis zu 900.000 Salatmischungen produzieren. Was oben wächst, landet direkt unten in den Regalen oder in der Region. So entstehen kurze Transportwege, weniger Verpackung und maximale Frische.  

 

Wie funktioniert das? Der Salat wächst in einem automatisierten, hydroponischen System, nahezu ohne Erde und unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Regenwasser aus einer Zisterne und die Nutzung von Abwärme zur Beheizung des Marktes vervollständigen den nachhaltigen Kreislauf. 

Bis zu 500 REWE Märkte rund um die Hauptstadt können schnell und direkt mit extra-frischen Produkten beliefert werden (Bild Credit: ECF).

Hier fing alles an: Green Farming in Wiesbaden-Erbenheim

2021 hat REWE den ersten Green Farming Markt in Wiesbaden-Erbenheim eröffnet – und nachhaltigem Einkaufen damit eine neue Form gegeben. Bis heute macht dieser Pilotmarkt regionale Frische direkt vor Ort erlebbar. 

 

Der REWE Green Farming-Markt ist nicht einfach nur ein Supermarkt, sondern auch Produktionsstätte mitten in der Stadt. 

In der gläsernen Gewächshauskonstruktion auf dem Dach des Supermarktes wird das angepflanzte Basilikum dank modernster Technik mit allem versorgt, was es braucht. Ein Computer steuert Temperatur und Lichteinfall, eine weitere Maschine wässert die Pflänzchen tröpfchenweise. Sobald sie vier bis fünf Zentimeter hoch sind, kommen sie in Pflanzregale und werden auf sogenannten Ebbe-Flut-Kissen weiter versorgt. Es dauert etwa 20 Tage, bis eine Basilikumpflanze vom Dach in den Verkaufsraum darunter kommt. 

Und nicht nur die kurzen Transportwege schonen unsere Umwelt: Über 14.000 Töpfe werden pro Woche plastikfrei vor Ort verpackt. Durch die nachhaltige Verpackung können 12 Tonnen Plastik pro Jahr gespart werden. 

 

Das Gebäude selbst ist weitgehend aus Holz erbaut – revolutionär sind die 42 Holzstützen, die den Markt und die Dachfarm tragen und ein Marktplatz-Ambiente schaffen.  

 

Der Markt in Zahlen: 

  • Ca. 1.511 Quadratmeter Verkaufsfläche 
  • 100 m3 Holz verbaut
  • Einspeicherung von über 700 t CO2
  • Dachfarm für die Produktion von Kräutern
  • Innovatives Parkplatzlayout
  • Ressourcenschonender Betrieb

Eingang des Green Farming-Marktes mit Pflanzen im Vordergrund
Der Eingang des REWE Green Farming in Wiesbaden-Erbenheim
Obst- und Gemüseabteilung mit Blick auf das Atrium
Obst- und Gemüseabteilung mit Blick auf das Atrium
Servicebereich für Käse, Fisch und Metzgerei
Der Servicebereich mit Käse, Fisch und einer gläsernen Metzgerei
Produkte aus eigener Produktion und der Region
Produkte aus der Region und aus eigener Herstellung
Blick von oben auf dem Markt aus dem Artium
Das Atrium, das Gewächshaus und Markt verbindet
Dachfarm mit Basilikum-Bepflanzung
Die Dachfarm, die von Partner ECF Farmsystems betrieben wird
Eine junge Frau erntet Basilikum in einem Gewächshaus
Das Basilikum wird vor Ort gezüchtet und verkauft.
Nahaufnahme geerntetes Basilikum
Das Basilikum wird unter der Marke Urban Farmers verkauft.

Weg in eine nachhaltigere Zukunft

Der Markt in Wiesbaden hat den Weg geebnet für die REWE-Märkte der Zukunft. Der Bau des REWE Green Farming Berlin läutet nun den Start ein für die neue Musterbaubeschreibung der REWE Green Farming Märkte: Ein anpassungsfähiges und umweltbewusstes Marktkonzept, das sich dank der modularen Bauweise an die unterschiedlichsten Standortfaktoren anpassen lässt. Dachfarmen sind dabei eine optionale Form der Dachnutzung an dafür geeigneten Standorten. Weitere Green Farming-Märkte in Deutschland sind bereits in der Planung.