Premiere in Niedersachsen: REWE-Agrar-Akademie schaut mit Auszubildenden hinter die Kulissen des Obsthofs Schliecker.

Autor:in

Rebecca Lehners

Communication Managerin Unternehmenskommunikation REWE Region Nord

Gruppenbild mehrerer Personen auf dem Obsthof Schliecker.
V.l.: Steffen Schliecker, Frank Kohlenberg, Vizepräsident Landvolk Niedersachsen, Sabine Steiner, Referentin für Ausbildung REWE Region Nord, REWE Region Nord, Auszubildende der REWE Region Nord, Harry Schliecker (5. Von rechts), Arnd Schliecker, Hannes Schliecker, Paula Hirschle, Petra Schliecker. hintere Reihe: Thomas Wiellowicz, REWE Region Nord, Natascha Henze, Referentin Landvolk Niedersachsen, Tom Pielhop, Referent Landvolk Niedersachsen.

Die REWE Agrar-Akademie ist seit 2025 fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung bei REWE und vermittelt Auszubildenden sowie Jungkaufleuten praxisnahe Einblicke in die Landwirtschaft. Nach Stationen im vergangenen Jahr, u.a. auf dem Wittenseer Hühnerhof und in Neustadt in Holstein, machte die vom Kompetenzzentrum Landwirtschaft initiierte Akademie nun erstmals in Niedersachsen Halt: 15 Auszubildende hatten am Mittwoch, den 23. September, die Möglichkeit, den Betrieb auf dem Obsthof Schliecker in Jork hautnah zu erleben und in den Austausch mit Familie Schliecker zu gehen. Neben den Mitarbeitenden von REWE waren auch Frank Kohlenberg vom Landvolk Niedersachsen vor Ort. 

Nach einer kurzen Begrüßung konnten die Anwesenden einen umfangreichen Einblick in die Betriebsabläufe erhalten – von der Besichtigung der Obstplantagen bis zur Kommissionierung.

Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg zeigte sich begeistert: „Wenn Auszubildende aus dem Einzelhandel erleben, wie viel Fachwissen, Arbeit und Verantwortung in der Erzeugung von Äpfeln und anderen regionalen Produkten steckt, wächst das Verständnis füreinander. Dieses Vertrauen sollte auch Grundlage unseres Baurechts sein: Landwirtschaftliche Betriebe brauchen Spielraum für notwendige Investitionen und dafür vor allem eines – verlässliche und schnelle Genehmigungen statt langwieriger Verfahren und immer neuer bürokratischer Hürden.“

„Wir bieten unseren Auszubildenden mit der Agrar-Akademie die Möglichkeit, sich mit unseren regionalen Erzeuger:innen zu vernetzen. Gleichzeitig soll das Verständnis und die Wertschätzung gegenüber der heimischen Lebensmittelproduktion stärken. Dies gelingt vor allem durch Nachhaltigkeit und Transparenz entlang der Wertschöpfungskette, welche am besten im direkten Dialog vermittelt werden kann. Darüber hinaus profitieren auch unsere Kund:innen von dem Fachwissen unserer Mitarbeitenden und der vielfältigen Auswahl an Produkten aus der Region“, so Isabel van der Walle, Head of Communication & Public Affairs REWE Region Nord. Damit verfolgt die Agrar-Akademie das Ziel, von der reinen Wertschöpfungskette zu einer “Wertschätzungskette” zu kommen.  

Ein Engagement, das auch Arnd Schliecker ausdrücklich begrüßt: „Bei uns sagen wir immer: Dein Zuhause ist nicht dort, wo du die Bäume kennst, sondern wo die Bäume dich kennen. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Verbundenheit und unsere Leidenschaft für den Obstbau jetzt im Rahmen der REWE Agrar-Akademie teilen dürfen! Jetzt werden die Teilnehmer dem Kunden diese Leidenschaft und das Wissen über regionales Obst weitergeben können. Seit April 2019 beliefert er die 36 REWE-Märkte in seiner Region mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Kirschen. 

Die REWE Agrar-Akademie

Äpfel, Trinkmilch, Schinken, Eier: Im Lebensmitteleinzelhandel spielen landwirtschaftliche Erzeugnisse die entscheidende Rolle. Üblicherweise werden Mitarbeitende im Handel im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung intensiv zu Qualitätskontrolle und Lagerung der Produkte geschult. Die REWE Group geht noch einen Schritt weiter und stellte im Rahmen der Grünen Woche 2025 (17. - 26. Januar) die Agrar-Akademie vor: Die Initiative des 2023 gegründeten “Kompetenzzentrum Landwirtschaft” ist seitdem fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von REWE und bringt Auszubildende, Mitarbeitende aus Märkten und Verwaltung, das Top-Management sowie selbständige Kaufleute in verschiedenen Modulen auf landwirtschaftliche Betriebe, um sich intensiv mit dem praktischen Alltag und den Herausforderungen der Erzeuger:innen auseinanderzusetzen und selbst mit anzupacken – ob beim Melken, Füttern oder Ernten. 

Die Einblicke in die landwirtschaftliche Praxis und der direkte Dialog sollen das gegenseitige Verständnis zwischen Erzeuger:innen und Handel weiter schärfen. Gleichzeitig erleben Mitarbeitende die Produkte im Stall und auf dem Feld in ihrem Ursprung kennen und nehmen so auch wichtige Erkenntnisse für die Kundenberatung in den Märkten mit.